Preis
Bild / Ton
Bedienung
Zubehör
Features
User rating
Pros: 
4k Camcorder mit voller Auflösung
Mikrofon mit 5.1 Surround Aufnahme
integrierter ND-Filter
Automatischer IR-Filter bei wenig Licht
Insgesamt 17 Linsen und 7 Blendenlamellen
Cons: 
relativ hohe Anschaffungskosten
niedrige Datenrate

Sony FDR AX-100-testbericht

Seit Mai 2014 bietet Sony einen äußerst kompakten 4K/QFHD-Camcorder an, den FDR-AX100. Der neue Consumer-Handheld ähnelt hinsichtlich Funktionen und Eckdaten dem CX900, welcher nicht ohne Grund als „kleiner Bruder“ der AX100 bezeichnet wird. Im Vergleich zum ersten QFHD-Camcorder von Sony, dem FDR-AX1, ist das neue Modell deutlich kleiner und leichter. Im Vergleich punktet der kompakte Camcorder mit seinem integriertem Objektiv, tollem Bokeh sowie einem besonderen Alleinstellungsmerkmal.

In unserem Camcorder Vergleich ist das Modell von Sony der erste Videorekorder mit 4k. Alle, die Interesse am neuen Format haben, sei unser Infoseite 4k Camcorder Vergleich ans Herz gelegt, welche auch stetig erweitert wird mit Kauftipps und Geräte-Empfehlungen.

4k Camcorder: Bild und Auflösung

Vergleichs bestätigen dem FDR-AX100 ein moireefreies, klares Bild mit ausgezeichnetem Bokeh. Letzteres bedeutet, dass die Blende genügend viele Lamellen besitzt, um kreisrunde Blendenflecke im Gegenlicht ohne Überstrahlungen zu produzieren. Auch entstehen beim Zoomen auf geschindelte Dächer oder anderweitige detailreiche Flächen keine flirrenden Bildmuster. Insgesamt verfügt der Camcorder über 17 Linsen und 7 Blendenlamellen bei einer durchzoombaren Lichtstärke von 2,8 und einem Weitwinkel von höchstens 29 mm.

Sony FDR AX-100-display

Die Zeitlupe vermag im 24p-Modus 120 Bilder pro Sekunde (120 FPS) aufzuzeichnen. Im Vergleich zu den bisher von Sony entwickelten semiprofessionellen Modellen fällt der verbaute Sensor mit rund einem Zoll deutlich größer aus. Dies hat Einfluss auf die subjektive Bildqualität, die insgesamt besser ausfällt. Einen professionellen Touch erlangt die FDR-AX100 aufgrund des Objektivrings, des 3-stufigen ND-Filters sowie der vollständig manuellen Einstellmöglichkeiten über Rädchen sowie Gehäuse-Taster.

Der ND-Filter, der ein Alleinstellungsmerkmal darstellt, macht dabei einen externen Filter überflüssig. Auch verfügt das Gerät über eine integrierte Nightshot-Funktion, welche bewirkt, dass bei wenig Tageslicht automatisch der IR-Filter aus dem Objektivgang geschoben wird. Für beste 4K-Schärfe soll ferner der Umstand sorgen, dass das Debayering der Farbkanäle ohne Moiré oder andere Muster vonstattengeht. Die Fotofunktion erreicht nativ 14,2 Megapixel, interpoliert hingegen 20 Megapixel. Die Empfindlichkeit reicht bis ISO 12800. Selbstauslöser, Lächelerkennung sowie Blitzintensitäts-Einstellung bei externem Blitz sind vorhanden.

Während des Filmens ist ohne Qualitätseinbußen die Aufnahme von 20-Megapixel-Bildern möglich.

Zoom Funktion

Im Vergleich zu HD-Aufzeichnungen reicht die Zoomwirkung bei 4K weniger weit. Zurückzuführen ist dies auf den Prozessor, der die ihm verfügbaren 20 Megapixel ausnutzt und dynamisch in das Bild hineinzoomt. Das Einzoomen ist hierbei auf die 18-fache Vergrößerung begrenzt, zumal 4K die vierfache Pixelmenge benötigt. Im Vergleich zu Digitalzoom führt dies allerdings nur zu einem marginalen Unterschied in der Bildqualität.

Sony FDR AX-100-rueckseite

Aus dem winzigen HDMI-Anschluss gibt der FDR-AX100 zur Monitorkontrolle ein Live-Signal aus, das für 25p, 4K sowie zur Schärfekontrolle geeignet ist. Wird der HDMI-Ausgang nicht genutzt, kann als Schärfeindikator die Lupenfunktion im Zusammenspiel mit den roten Kantenanhebungen verwendet werden. Ein scharfes Bild lässt sich auch bei manuellem Durchzoomen der Optik beibehalten. Für eine angemessene Belichtung überlichtungsbedrohter Bildausschnitte sorgt die Zebra-Schraffierung. Bei einer Lichtstärke von 2,8 bis 4 im Zoom lassen sich mit dem Ein-Zoll-Sensor auch anspruchsvolle Schärfentiefe-Aufnahmen realisieren. Zusätzlich mitgeliefert wird neben dem 12-fach Zoom sowie einer Anfangsblende von F2.8 (bis F4.5) auch ein optischer Bildstabilisator. Dank eines speziellen Pixel-Interpretationsverfahrens soll der Zoombereich verlustfrei auf eine 18- und 24-fache Brennweitenverlängerung dehnbar sein.

Datenraten und Formate

Aufgezeichnet wird auf Memorysticks oder SDXC-Karten, MP4, AVCHD sowie XAVC S (4K). Hinsichtlich der Speichermenge limitiert die FDR-AX100 den Datenstrom bei der XAVC S 4K-Aufeichnung auf etwa 60 Mbit/s. Bei XAVC S lassen sich in Full-HD hingegen bis zu 50 Mbit/s aufzeichnen. Die Kamera besitzt ferner eine integrierte Rolling Shutter Korrektur. 4 K bedeutet bei der FDR-AX100 stets 3840×2160 UHD-Pixel. Im 24p-Modus beherrscht die Kamera sämtliche zugehörige Shutterzeiten, also unter anderem 1/24s, 1/40s, 1/48s, 1/50s, 1/60s, 1/96s sowie 1/100s.

Bedienung

Für eine gute Kontrolle sollen bei dem Camcorder manuelle, externe sowie getrennte Button/Wheel Kombinationen für Weißabgleich, Blende, Gain sowie Shutter sorgen. Der Objektivring lässt das Umschalten zwischen Fokus und Zoom zu, wobei die Zoomwippe für das Zoomen eine valide Alternative darstellt, zumal diese besonders feinfühlig reagiert. Das manuelle Fokussieren mittels mehrfacher Suchervergrößerung und Fokus Peaking – hierbei werden scharf gestellte Bilder mit einem Farbschleier versehen – wird von einem 1,4MP OLED-Sucher sowie einem relativ scharfen Display unterstützt. Der Fokusring reagiert hierbei ebenfalls sehr feinfühlig.

Sony FDR AX-100-hinten

Alternativ kann auf dem Display der Touch-Autofokus bedient werden. Ein aktiver Mikrofon/Zubehör-Adapter, der sogenannte Sony Multi Interface Shoe, befindet sich unter einer Klappe an der Gehäuseoberseite. Anstelle eines USB-Ladegeräts wird der Sony Camcorder mit einem proprietären, eigenen Netzteil ausgeliefert. Dank WLAN-Übertragung können die kleineren MP4-Proxifiles an ein Smartphone gesendet werden. Der Camcorder kann eine direkte WLAN-Verbindung zu DLNA-fähigen Geräten herstellen und vom Smartphone aus ferngesteuert werden. Das Mikrofon ist auf 5.1 Surroundton ausgelegt.

Fazit und Vergleich

Der FDR-AX100 ermöglicht gegenüber älteren Modellen dank des neuen Prozessors ein Bildlook-Justage, eine Gammasteuerung, Wackelkorrektur sowie eine feinere Autofokus-Justage. Auch vermag er 4K-Aufnahmen in Echtzeit in HD umzurechnen und an aktuelle HDTVs mittels HDMI-Buchse auszugeben. Positiv ist zudem, dass selbst ein manuelles Durchzoomen keine negativen Auswirkungen auf die Bildschärfe hat. Fotooptiken schaffen dies nur selten.

Sony FDR-AX100E 4K Ultra-HD-Camcorder (8,9 cm (3,5 Zoll) Display, 24p/25p/50p/50i Full-HD-Aufnahmen (4K in 24p/25p), eingebauter ND-Filter) schwarz
27 Bewertungen

Unser Camcorder Vergleich stellt keinen Camcorder Test dar, bei dem die Videokameras ausgiebig getestet wurden Bilder von der Amazon Product Advertising API. Bewertungen stammen aus den Rezensionen. * = Affiliatelink

Der hervorragende Bokeh sowie das moiréfreie Bild tun hierbei ihr Übriges. Erfreulich ist ferner auch der exklusive ND-Filter, der einen externen Filter obsolet werden lässt. Cinematisches und szenisches Arbeiten wird mit dem FDR-AX100 jedoch angesichts der relativ geringen Datenraten und der niedrigen Flexibilität nicht möglich sein. Alles in allem ist der Sony Camcorder ein kompaktes All-In-One-Gerät, das stimmige 4K-Bilder liefert. Auch wegen dem Preis, ist es ein optimales Einstiegs-Modell, sofern sie ihre ersten 4k Videos aufnehmen möchten.

Wer kein 4k benötigt, greift zur Sony HDR-CX900.