Professionelle Produktionen arbeiten schon länger mit der 4k-Auflösung, die Red One filmte dereinst erstmals in 4k RAW-Video, inzwischen ist die neue Auflösung auch im Wohnzimmer angekommen. Fernseher mit 4k (3840 × 2160 Pixel), oder auch UHD (Ultra HD), finden sich in jedem Elektronikmarkt, nur ist derzeit der erhältliche Inhalt für die neuen TV-Geräte begrenzt. Auch Camcorder und Videokameras für Prosumer orientieren sich immer mehr an der 4k-Norm. Doch lohnt sich bereits jetzt der Umstieg?

Ultra HD 4K Camcorder im Vergleich & Preisvergleich

Videoaufnahmen in 4k – Lohnt sich der Kauf eines 4K Camcorders ?

Auf unserer 4K Camcorder Vergleich Informations-Seite möchten wir ihnen nicht nur gute Videokameras vorstellen, sondern sie auch diesbezüglich beraten, ob und falls ja, für wen sich die Anschaffung einer 4k Kamera wirklich lohnt

Unverzichtbar für Profis, vorteilhaft für jeden

Direkter Vergleich zwischen den Formaten von SD über HD und Ultra HD 4K

Im professionellen Anwenderbereich ist 4k längst die Norm. Digitale Filmkameras von Red oder ARRI filmen in 4k (inzwischen sogar in 5k oder 6k wie die ARRI Alexa oder Red Dragon). Ihren Ursprung hat die Auflösung 4k in der Digitalisierung von Super 35mm-Film, denn aufgrund der Körnung des Filmmaterials konnte dieser zum Schnitt und zur Ausgabe nicht höher auflösend als 4k eingelesen werden. Dass 4k zum Standard geworden ist, liegt auch daran, dass inzwischen Kinos auf die Projektion in 3840×2160 Bildpunkten umgestellt haben. Für den Heimbedarf gibt es Beamer, Fernseher und Monitore in 4k. Der Umstieg auf 4k erfolgt also ohnehin!

Die Frage ist, wann ein günstiger Zeitpunkt zum Umstieg ist !

4k ist nicht einfach die doppelte, sondern die vierfache Auflösung von HD-Video. Selbst kleinste Details sind damit spielend erkennbar und nebenbei bietet 4k noch einige andere Vorteile für Filmer. Vor allem die Möglichkeit, Bilder zu vergrößern, ist reizvoll. Besonders bei der Wiedergabe in HD spielen 4k-Bilder alle ihre Trümpfe aus: Denn jedes Video sieht besser aus, wenn man es herunterskaliert. Auch für Fotografen bieten 4k-Videos Vorteile, denn aus dem Videomaterial lassen sich problemlos Standbilder ziehen.

Allerdings gibt es auch Nachteile.
Je nach aufgenommener Qualität verschlingt 4k auch massiv Festplattenspeicher, Kameras brauchen extrem schnelle SD-Karten oder Solid State Drives (SSD Festplatten). Das alleine sind Zusatzkosten, auch die Sicherung auf Festplatten daheim ist teuer, für den Schnitt und die Videobearbeitung wird schnelle Hardware (2GB Grafikspeicher und aufwärts!) und professionelle Schnittsoftware benötigt.

All dies sind Punkte, die man in Erwägung ziehen sollte, ehe man sich eine 4k-Kamera zulegt. Die Postproduktion auf 4k ist eben einfach rechenintensiver, für Urlaubsvideos ist eine 4k-Kamera derzeit eine Investition aus Eitelkeit. Auch die aktuelle Stiftung Warentest hat herausgefunden, dass nicht die Kosten für die Kamera abschreckend wirken, sondern eher die oben genannten Zusatzkosten, die mit dem Kauf einer 4K Videokamera teilweise verbunden sind.

Welche 4k-Kameras gibt es bereits?

Sony FDR AX-100

Für den privaten Bedarf sind empfehlenswerte 4k-Kameras vor allem DSLRs. Die nehmen Videos in (vergleichsweise) sparsamen Bitraten auf und sind mit professionellen Optiken kompatibel. Die Canon 1DC kann in 4k filmen, wie auch die Lumix GH4 oder die Sony A7. Einen professionelleren Workflow (bei deutlich schlechterem Handling) bieten die Blackmagic Pocket Camera oder die Production Camera, auch Red bietet mit der Scarlet eine einsteigerfreundliche Kamera. Allerdings sind die Kameras von Blackmagic und Red auf professionelle Nutzung ausgelegt und dementsprechend umfangreich und kostenintensiv. Auch notwendiges Zubehör ist teuer.

Für Einsteiger empfehlen sich Camcorder wie Panasonics HC-X1000 oder Tablets wie das Samsung Note. Mit der Hero GoPro 4 erscheint noch im Oktober zudem eine Actionkamera, die in 4k filmen kann. Auch die Sony FDR AX-100 ist sehr empfehlenswert und wurde in zahlreichen Fachzeitschriften auch als „bezahlbarer 4K Camcorder“ ausgezeichnet. Auch ist sie eine der günstigen Möglichkeiten für den Einstieg in die 4K Videowelt und auch die erste, die wir hier bei uns vorgestellt haben.

Die derzeit erhältlichen 4k Camcorder (Liste wird ständig erweitert)

  • Sony FDR AX-100
  • Sony A7
  • Canon 1DC
  • Lumix GH4
  • Sony FDR-AX1EB
  • Panasonic HC-VX870EB-K 4K
  • Sony FDR-AXP33
  • Panasonic HC-VX878EG-K (nur UHD)
  • Hero GoPro 4 Actioncam
  • Sony FDR-X1000 4K Actioncam
  • Panasonic HC-X1000E
  • Sony NEX-FS700R BODY

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Check: Worauf sie beim Kauf achten sollten

Wenn Sie sich eine 4k-Kamera zulegen, achten Sie unbedingt auf die Sensorgröße. DSLRs bieten hier das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Viele 4k-Kameras bieten außerdem die Möglichkeit, auch in HD noch in Zeitlupe filmen zu können.
Auch beim benutzten Speicher unterscheiden die Kameras sich, SD-Karten sind SSDs hier preislich deutlich überlegen. Außerdem ist der Workflow einfacher und schneller.

Zwar kann 4k Bitraten von 8bit (wie DSLRs sie bieten) und 4:2:0 Chroma Subsampling aufgrund der Pixeldichte gut überspielen – Kameras, die mindestens in 10bit ProRes oder DNxHD filmen können, sind aber vorzuziehen.
Auch beim Handling sollten Sie nur wegen der höheren Auflösung keine Abstriche machen. Wenn Sie mit einer Red Scarlet nicht umgehen können, wird Ihnen auch das 12bit RAW-Material keine perfekten Bilder garantieren. Für Urlaubsvideos bzw. Anfänger ist das gänzlich nicht geeignet und auch zu teuer.

Überblick

  • Sensorgröße beachten
  • Schneller Speicher wie SSD benötigt
  • Mindestens 8bit, empfehlenswert sind jedoch 10bit
  • Zielgruppe der 4K Kamera beachten (Anfänger, Profis,…)
  • Kameras mit Wechselobjektiven helfen beim Geld sparen
  • Sowohl 50p als auch 60p sollte die Kamera bei Aufnahmen unterstützen

Sofern die Entscheidung für den Kauf gefallen ist, ist das Lesen von Kundenbewertungen im Online-Shop und Vergleichberichten sehr empfehlenswert! Ein Preisvergleich kann auch nur positiv für den Kauf sein.

Warum der Zoom-Faktor bei 4k Camcordern niedriger ist

Mit der deutlich höheren Auflösung bei 4k, welche das vier fache von Full HD beträgt, steigt auch die Pixelanzahl, die gespeichert werden muss, wenn die Zoom-Funktion verwendet wird. Hinzu kommt auch die benötigte Prozessorleistung der Kamera die benötigt wird, das ganze zu berechnen. Daher sollten sie bei einem Camcorder Preisvergleich diese Info im Hinterkopf behalten, dass derzeit der Zoom bei 4k Kameras etwas geringer ist als bei der normalen Full HD Videokamera.

Dennoch ist der Zoom Faktor auch hier bereits fortgeschritten und bietet bis zu 20 fache Vergrößerung, was auch für die meisten Anweder mehr als ausreichend ist. Ebenfalls wichtig ist die Tatsache, dass bei Vergrößerten Aufnahmen noch mehr Speicherplatz für die Videos benötigt wird, als es bei den hochauflösenden Aufnahmen ohnehin schon der Fall ist.

Wer braucht 4k in der Kamera?

Direkter Vergleich zwischen den Formaten von SD über HD und Ultra HD 4K

Über kurz oder lang wird es den Umstieg auf 4k geben, so wie auch HD sich gegen SD durchsetzte. Bis das allerdings soweit ist, werden bestimmt noch zwei Jahre vergehen. Wer jetzt eine neue Kamera sucht (und mit Filmen nicht seinen Lebensunterhalt bestreitet), kann ohne schlechtes Gewissen zur HD-Kamera greifen und dort auf Dinge wie Sensorgröße, Kompatibilität zu Objektiven oder Lichtempfindlichkeit achten oder sich z.B. für ein günstigeres Einsteiger-Modell die oben genannt wurden, entscheiden.

Nicht vergessen sollte auch das Thema „Verbreitung von 4K Filmen und Videos“. Denn die Streaminggeschwindigkeiten, Datenmengen auf BluRays und ein Großteil der Monitore und Fernseher, sind einfach noch nicht vollständig auf 4k ausgerichtet. Damit entfällt natürlich ein großer Kunden- und Zuschauer-Stamm, der als Interessent für 4K Movies in Frage kommen könnte, da die Endgeräte noch nicht in jedem Haushalt verbreitet sind (Welche 4K Filme bereits erhältlich sind). Es kann gesagt werden, dass dies jedoch Schritt für Schritt immer beliebter werden wird und auch mit der Umstellung auf HD verglichen werden. Im besten Fall wird 4k auch schon etwas zeitiger der neue Standard, da die Technik heute viel fortgeschrittener ist und damit auch die Preise schneller sinken werden, als es bei der Umstellung auf high-definition der Fall war.

Wer zukunftsorientiert arbeiten möchte, kann bereits jetzt auf eine 4k-Kamera umsteigen, sollte jedoch vorher genau überlegen, in welche Kamera er investiert: Denn mit 4k werden wir noch lange filmen. Am besten sind 4k-Kameras mit Wechselobjektiven geeignet. Selbst wenn 5k und 6k dereinst den Prosumer-Markt erobern, können Sie die Optiken behalten und somit einiges an Geld sparen!

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